Atempädagogisch-therapeutische Einzelstunden als Selbsterfahrungsprozess finden während der gesamten Ausbildungszeit statt. Außerhalb der Unterrichtszeiten sind insgesamt mindestens 15 Einzelstunden jährlich bei den von der Ausbildungsleitung dafür autorisierten Atemtherapeuten zu nehmen.

Theorieseminare in Psychologie/ Psychosomatik und Theorieseminare in Anatomie/Physiologie/Pathologie finden innerhalb der Ausbildungsblöcke statt. Der Unterricht dient der Vermittlung eines Grundwissens oder auch der Vertiefung bereits vorhandener Kenntnisse.

Um den eigenen Erfahrungsprozess in der Gruppen- und Einzelarbeit und auch das fachlich erworbene Wissen, das Lernen und Lehren zu vertiefen und zu erweitern, ist ein kontinuierliches Üben unbedingt notwendig. Dies geschieht durch die Übungsgruppen innerhalb und außerhalb der Ausbildungsseminare.

Während der gesamten Ausbildung wird das angeeignete Wissen durch schriftliche Ausarbeitungen reflektiert und zwar durch:

Erstellen von Einzel-Fallbeschreibungen;
Erstellen von Referaten und Protokollen in allen Fächern;
Erstellen von didaktischen Stundenbilder;
Schriftliche Ausarbeitung von Atemthemen;

Differenzierte Lehrinhalte werden dem Ausbildungsvertrag beigefügt.

 
kirchendach

Der Einatemimpuls, ist er zugelassen, spannt sich vom inneren Mittelpunkt des Bauchraumes in die Körperwände aus. Ausatmend zentriere ich mich in meiner Beckenmitte, um mich immer wieder neu dem Einatmen zu öffnen. Zulassende Ichbereitschaft lässt Raum- und Zentrumsempfinden bewusst werden. Verstandes- und emotionales Bewusstsein geben die Sicherheit, sich mehr und mehr diesem Ur- und Lebensquell anzuvertrauen. Entsteht ein atmender erdgebundener Mittelpunkt als Erfahrung für unser Hier- und Jetzt-Dasein? Als eine Vorbereitung, sich in den Urrhythmus des Kosmos einzuschwin­gen. Atem als Bewusstseinserweiterung.
(Erika Kemmann)